Kuckuck

Aus Symbolonline
Wechseln zu: Navigation, Suche

Keyword: Kuckuck

Links: Brüten, Heimat, Nest

Definition: Weit verbreiteter, besonders in Wäldern lebender Vogel mit braungrauem Gefieder, einem leicht gekrümmten Schnabel u. langem Schwanz, der seine Eier zum Ausbrüten in Nester von Singvögeln legt. Von den weltweit 130 Arten der Familie der Kuckucke (Cuculidae) betreiben 51 diese Form des Brutparasitismus.

Information: Einer der bekanntesten Namen unter den Vögeln dürfte der Kuckuck sein. Sein Ruf aus dem Wald, aus der Heide oder aus den Dünen im Frühling ist unverkennbar und selbst für ein Kind zuzuordnen. Doch dürften die meisten Menschen den scheuen Vogel noch nie oder sehr selten gesehen haben. Neben seinem eindrucksvollen Ruf ist auch sein Verhalten außergewöhnlich unter den Vögeln. Er baut kein eigenes Nest. Im Frühjahr aus Afrika kommend sichern sich zunächst die Männchen ein festes Revier und bewachen es eifersüchtig. 2 Wochen später kommen die Weibchen. Eine Vogelehe wird nicht eingegangen, das Weibchen ist während der Paarungszeit stets unterwegs. Ebenso während der Zeit des Eierlegens. Jetzt ist das Weibchen auf der Suche nach geeigneten Gasteltern. Dies geschieht allerdings äußerst sorgfältig und beileibe nicht wahllos. Denn jedes Weibchen ist, je nach Landschaft, in der es selbst ausgeschlüpft ist, auf eine Vogelart festgelegt, beispielsweise auf die Bachstelze, auf das Rotkehlchen, auf Heckenbraunellen oder Teichrohrsänger u. a. Sie beobachten die "Pflegeeltern" schon beim Nestbau und legen, wenn die Vogelmutter bereits brütet in einem unbewachten Augenblick (meist um die Mittagszeit) blitzschnell in das fremde Nest ein eigenes Ei, werfen ein vorhandenes hinaus oder trinken es aus. Hinterher wird das Nest noch so lange beobachtet, bis sich die Kuckucks-Mutter sicher ist, dass das Ei bebrütet wird. Eine Sorgfalt, dass alles seine Richtigkeit mit der Nachkommenschaft haben soll ist unverkennbar. Die Kuckucksweibchen legen jährlich ca. 20 Eier, jedes in ein anderes Nest. Von daher haben sie in kürzester Zeit sehr viel zu tun. Die Brutdauer von Kuckuckseiern ist sehr kurz, deshalb wird ein Nest ausgesucht, das bereits bebrütet wird. Doch schlüpft häufig das Kuckucksjunge früher als seine Stiefgeschwister aus. Nach 10-12 Stunden Lebenszeit beginnt das Kuckucksjunge, das "Nest" zu räumen, indem es seine Stiefgeschwister aus dem Nest wirft, bis es alleine ist. Die Zieheltern stopfen in den kleinen Herbergsgast alles hinein, was sie nur finden können, um dessen unbändigen Hunger zu stillen. Oft helfen sogar noch Nachbarvögel mit. Nach 3 Wochen verlässt dann das Kuckucksjunge das Nest. Einige Wochen nach den Altkuckucken, die Ende Juli/Anfang August wieder nach Afrika fliegen, machen sich die Jungkuckucke allein auf den Weg und erreichen ihr transkontinentales Ziel, fast ausschließlich nachts fliegend, allein.

Interpretation: Einer der bekanntesten Namen unter den Vögeln dürfte der Kuckuck sein. Sein Ruf aus dem Wald, aus der Heide oder aus den Dünen im Frühling ist unverkennbar und selbst für ein Kind zuzuordnen. Doch dürften die meisten Menschen den scheuen Vogel noch nie oder sehr selten gesehen haben. Neben seinem eindrucksvollen Ruf ist auch sein Verhalten außergewöhnlich unter den Vögeln. Er baut kein eigenes Nest. Im Frühjahr aus Afrika kommend sichern sich zunächst die Männchen ein festes Revier und bewachen es eifersüchtig. 2 Wochen später kommen die Weibchen. Eine Vogelehe wird nicht eingegangen, das Weibchen ist während der Paarungszeit stets unterwegs. Ebenso während der Zeit des Eierlegens. Jetzt ist das Weibchen auf der Suche nach geeigneten Gasteltern. Dies geschieht allerdings äußerst sorgfältig und beileibe nicht wahllos. Denn jedes Weibchen ist, je nach Landschaft, in der es selbst ausgeschlüpft ist, auf eine Vogelart festgelegt, beispielsweise auf die Bachstelze, auf das Rotkehlchen, auf Heckenbraunellen oder Teichrohrsänger u. a. Sie beobachten die "Pflegeeltern" schon beim Nestbau und legen, wenn die Vogelmutter bereits brütet in einem unbewachten Augenblick (meist um die Mittagszeit) blitzschnell in das fremde Nest ein eigenes Ei, werfen ein vorhandenes hinaus oder trinken es aus. Hinterher wird das Nest noch so lange beobachtet, bis sich die Kuckucks-Mutter sicher ist, dass das Ei bebrütet wird. Eine Sorgfalt, dass alles seine Richtigkeit mit der Nachkommenschaft haben soll ist unverkennbar. Die Kuckucksweibchen legen jährlich ca. 20 Eier, jedes in ein anderes Nest. Von daher haben sie in kürzester Zeit sehr viel zu tun. Die Brutdauer von Kuckuckseiern ist sehr kurz, deshalb wird ein Nest ausgesucht, das bereits bebrütet wird. Doch schlüpft häufig das Kuckucksjunge früher als seine Stiefgeschwister aus. Nach 10-12 Stunden Lebenszeit beginnt das Kuckucksjunge, das "Nest" zu räumen, indem es seine Stiefgeschwister aus dem Nest wirft, bis es alleine ist. Die Zieheltern stopfen in den kleinen Herbergsgast alles hinein, was sie nur finden können, um dessen unbändigen Hunger zu stillen. Oft helfen sogar noch Nachbarvögel mit. Nach 3 Wochen verlässt dann das Kuckucksjunge das Nest. Einige Wochen nach den Altkuckucken, die Ende Juli/Anfang August wieder nach Afrika fliegen, machen sich die Jungkuckucke allein auf den Weg und erreichen ihr transkontinentales Ziel, fast ausschließlich nachts fliegend, allein.

Literatur: Standard

Autor: Laitenberger, Diethild

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge