Aal: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Information:''' Die Lebensweise des Aals war lange Zeit geheimnisumwittert. So wurde vermutet, er bilde sich aus Sand oder Schlamm, oder er sei eine Art Erdwurm, und es wurde angenommen, er könne sich mit Schlangen paaren oder werde von Schlangen geboren. Europäische Aale schlüpfen als Larven in der Saragossosee (Atlantik, in der Nähe der Bermudas) und brauchen drei Jahre, um an die europäischen Küsten zu gelangen. Dort wandeln sie sich, aus den Larven werden Aale, die flussaufwärts in die europäischen Binnengewässer schwimmen. Nach Jahren kehren sie zum Ablaichen in die Sarragossosee zurück und sterben dort.
  
'''Interpretation:''' Durch Form und Bewegungsweise in assoziativer Nähe zur [[Schlange]] und zum Phallischen ([[Phallus]]), verweist er in vitale und triebhafte Bereiche der Psyche. In Redensarten wird seine Schlüpfrigkeit und Beweglichkeit angesprochen, die es ermöglicht, sich tricksterhaft und geschickt aus Schwierigkeiten zu befreien: glatt wie ein Aal sein, sich krümmen und winden wie ein Aal. Wer sich in der Sonne aalt, streckt sich behaglich aus, entspannt.
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'''Interpretation:''' Durch Form und Bewegungsweise in assoziativer Nähe zur [[Schlange]] und zum Phallischen ([[Phallus]]), verweist der Aal in vitale und triebhafte Bereiche der Psyche. Dem Aal gegenüber wird oft Ekel empfunden; besonders drastisch beschreibt das Günter Grass in seinem Roman "Die Blechtrommel". In Redensarten wird seine Schlüpfrigkeit und Beweglichkeit angesprochen, die es ermöglicht, sich tricksterhaft und geschickt aus Schwierigkeiten zu befreien: glatt wie ein Aal sein, sich krümmen und winden wie ein Aal. Wer sich in der Sonne aalt, streckt sich behaglich aus, entspannt.  
  
 
'''Literatur:''' Standard
 
'''Literatur:''' Standard
  
 
'''Autor:''' Müller, Lutz
 
'''Autor:''' Müller, Lutz

Aktuelle Version vom 5. November 2011, 13:35 Uhr

Keyword: Aal

Links: Fisch, Phallus, Schlange, Trickster

Definition: Der Aal ist ein im Meer und im Süßwasser lebender, räuberischer Fisch.

Information: Die Lebensweise des Aals war lange Zeit geheimnisumwittert. So wurde vermutet, er bilde sich aus Sand oder Schlamm, oder er sei eine Art Erdwurm, und es wurde angenommen, er könne sich mit Schlangen paaren oder werde von Schlangen geboren. Europäische Aale schlüpfen als Larven in der Saragossosee (Atlantik, in der Nähe der Bermudas) und brauchen drei Jahre, um an die europäischen Küsten zu gelangen. Dort wandeln sie sich, aus den Larven werden Aale, die flussaufwärts in die europäischen Binnengewässer schwimmen. Nach Jahren kehren sie zum Ablaichen in die Sarragossosee zurück und sterben dort.

Interpretation: Durch Form und Bewegungsweise in assoziativer Nähe zur Schlange und zum Phallischen (Phallus), verweist der Aal in vitale und triebhafte Bereiche der Psyche. Dem Aal gegenüber wird oft Ekel empfunden; besonders drastisch beschreibt das Günter Grass in seinem Roman "Die Blechtrommel". In Redensarten wird seine Schlüpfrigkeit und Beweglichkeit angesprochen, die es ermöglicht, sich tricksterhaft und geschickt aus Schwierigkeiten zu befreien: glatt wie ein Aal sein, sich krümmen und winden wie ein Aal. Wer sich in der Sonne aalt, streckt sich behaglich aus, entspannt.

Literatur: Standard

Autor: Müller, Lutz