Stupa

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Keyword: Stupa

Links: Achse, Buddhismus, Erleuchtung, Individuation, Meditation

Definition: Tibetisch: Chorten, Sanskrit: Chaitya. Ursprünglich war der Stupa Grabmal und heiliger Aufbewahrungsort der Reliquien des historischen Buddhas.

Information: Vorbilder der Stupas waren indische monumentale Reliquienschreine, die die geistig-religiöse Mitte der Welt darstellten, den mythischen Weltberg Meru und seine irdische Entsprechung, den heiligen Berg Kailash in Tibet. In anderen asiatischen Ländern haben sich Stupas zu eigenen Formen entwickelt. Tibetische und nepalische Stupas sind heute bspsw. symbolische Kultbauten, die z. Tl. in ländlicher Umgebung roh aus Steinen aufgeschichtet wurden.

Interpretation: Besonders eindrucksvolle Stupas sind Swayambhunath und Bodnath in Kathmandu, Nepal. Der Aufbau des Stupa ist fünfgliedrig: die Basis bildet ein quadratischer Unterbau, der das Element Erde symbolisiert. Darauf ruht ein Kreis in Form einer Halbkugel, der dem Element Wasser entspricht. Das 3. Bauteil symbolisiert das Element Feuer. Es wird in Nepal und Tibet dargestellt durch einen kleinen Aufbau (z. Tl. mit den allsehenden Agen Buddhas) und einem, Turm, der sich nach oben hin verjüngt. Die 13 Stufen des Turms symbolisieren übereinander liegende Welten, die der Gläubige durchschreiten muss, um die Erleuchtung und das Nirwana zu erreichen. Auf der Turmspitze ruht das Sinnbild des Luft-Elements (Atmung, Sprache), eine kleine Halbkugel.

Der Stupa ist eines der wichtigsten architektonischen Symbole Asiens, der nicht nur auf Buddha und auf die Darstellung des Weges zur Erleuchtung hinweist, sondern auch Symbol des Kosmos) ist. (u. a. der Zentralpfeiler als axismundi).

Literatur: Standard

Autor: Kuptz-Klimpel, Annette

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