Ritter

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Keyword: Ritter

Links: Drache, Held, Heros-Prinzip, Pferd, Schwert

Definition: Der Ritter (mhd. ritter, gehört zu dem Verb reiten und ist eine Lehnübertragung von afrz. chevalier) war im alten Rom ein berittener, vermögender Krieger, im Mittelalter wurde Ritter dann zu einer Standesbezeichnung für adelige Krieger, die in voller Rüstung mit Schild und Schwert und zu Pferd in den Kampf oder zu Turnieren (mhd. turnier = Kampfspiel und turnieren = das Pferd tummeln, wenden, drehend bewegen) zogen.

Information: Ritter-Turniere entwickelten sich aus Kampfübungen der Krieger (Schwertkampf, Bogenschießen, Lanzenstechen). Mit dem feierlichen Akt des Ritterschlags durch den Herrscher erfolgte die Aufnahme der Knappen in den Ritterstand stand. Die ritterliche Kultur übte früh große Faszination aus. Herrscher ließen sich auf ihren Siegeln als Ritter darstellen, im Mittelalter zogen Sänger umher, die die Heldentaten der ritterlichen Helden besangen (Nibelungenlied), Ritterromane entstanden (Artus und die R. der Tafelrunde). Heute ist der Ritter Inhaber eines hohen Ordens oder umgangssprachlich als Kavalier der Begleiter und Beschützer einer Dame.

Interpretation: Der Ritter ist eine wesentliche Ausformung des Helden-Archetyps (Held, Heros-Prinzips) und dessen kulturübergreifenden Bedeutung und Symbolik. Unter einem "Ritter ohne Furcht und Tadel" versteht man einen unerschrockenen und sich vorbildlich benehmenden Mann. "Der Ritter von der traurigen Gestalt" ist der Beiname des Don Quijote, diese Wendung wird auch abwertend für sich erfolglos bemühende Personen mit schlechter Haltung und heruntergekommenem Aussehen verwendet.

Literatur: Standard

Autor: N. N.

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