Posaune

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Keyword: Posaune

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Definition: Die Posaune (mhd. busune, lat. bucina = Jagdhorn, Signalhorn zu lat. bos = Rind und canare = singen, tönen, also ein aus Rinderhorn hergestelltes Toninstrument) ist ein tiefes und lautes Blechblasinstrument.

Information: Der Ton wird erzeugt, indem der Spieler seine Lippen zum Vibrieren bringt, durch den Zug kann die Tonhöhe verändert werden. Die Posaune hat sich aus dem altjüdischen Schofar (einem Widderhorn) entwickelt und gehört zu den ältesten Musikinstrumenten.

Interpretation: Sie verkündigte bei den Israeliten die Thronbesteigung des Königs und religiöse Feste. Bei der Belagerung der Stadt Jericho brachten nach siebenmaligem Umgang die von den Priestern geblasenen Posaune n die Mauern zum Einsturz (Jos 6, 6-20). Sie hat eschatologische Bedeutung, wenn bei ihrem Klang die Toten auferweckt werden (I Kor 15, 52) und findet sich daher häufig von Engeln geblasen auf mittelalterlichen Darstellungen des Weltgerichts. In der christlichen Symbolik steht sie für die Stimme Gottes, von Engeln geblasen als Ankündigung des Unheils. Von den Engeln, die den Weltuntergang ankündigen, leitet sich die Redewendung "etwas ausposaunen" ab, d. h. verraten, eine noch geheime Sache öffentlich verkünden oder eine diskrete Angelegenheit allgemein bekannt machen, ab.

Ähnlich wie die Trompete wird sie dramatischen, heroischen (Heros-Prinzip), feierlichen und königlichen (König) Zusammenhängen, z. B. auch in der Filmmusik, eingesetzt.

Literatur: Standard

Autor: Müller, Lutz

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