Pfau

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Keyword: Pfau

Links: Alchemie, Farben, Feder, Ganzheit, Persona, Narzissmus, Vogel

Definition: Der Pfau [lat. pavo] gehört zur Gruppe der Fasanenvögel und ist als erster Ziervogel der Menschheit bekannt, sein Name imitiert lautmalerisch sein Geschrei.

Information: Der männliche blaue Pfau hat ein farbenprächtiges Gefieder mit großen, schillernden, augenähnlichen Flecken, das zur Balz zu einem Rad aufgerichtet wird. Das Gefieder der Hennen ist dagegen - wesentlich unauffälliger - grünlich-grau gehalten.

Interpretation: In Indien galt der PFau wegen seines Rades als sonnenhafter Vogel, ebenso im frühen Christentum, hier war er auch Symbol der Unsterblichkeit und Auferstehung, denn sein Fleisch galt als unverweslich. In seinem Schwanz sah man das Abbild des Heiligenscheins, so wurde er zum Symbol der Heiligen. Da der Pfauenschwanz alle Farben enthält, ist er auch ein Ganzeitsymbol.

In der Alchemie spielt der Pfauenschwanz (cauda pavonis) als Phase des alchemistischen Opus magnum eine Rolle, in der nach der Schwärze der Nigredo vor der Albedo ein Zwischenspiel vieler Farben auftritt und u. a. die beginnende Verlebendigung des Steins der Weisen symbolisiert.

Seit der Neuzeit gilt der Pfau wegen seines auffälligen Balzverhaltens als Symbol des Imponiergehabes, der selbstgefälligen Eitelkeit, des Stolzes, Hochmuts, des Narzissmus und des Luxus (Statussymbole).

Selbstgefälliges Verhalten von Menschen wird durch die Redewendung "einherstolzieren / sich spreizen wie ein Pfau" veranschaulicht.

Literatur: Standard

Autor: N. N.

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