Pegasus

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Keyword: Pegasus

Links: Fliegen, Flügel, Himmel, Logos-Prinzip, Meer, Pferd, Weiß

Definition: Der Name Pegasus für das geflügelte Pferd der griechischen Mythologie stammt vermutl. von „pegae“ „Quellen des Meeres“ nach Hesiod, oder von „pegos“- „fest, stark, weiß“ in Homers Ilias.

Information: Dem Mythos nach wurde Pegasus von Poseidon, dem Gott des Meeres gezeugt und sprang zusammen mit seinem Zwillingsbruder, dem Krieger Chryasor aus dem blutenden Hals seiner Mutter, der Gorgone, Medusa, als diese von Perseus mit Athenes Hilfe enthauptet wurde. Der Held Bellerophon, ebenfalls ein Sohn Poseidons, bekam Pegasus von seinem Vater als Reittier anvertraut. Nachdem Bellerophon zunächst vergeblich versuchte, Pegasus zu zähmen, erhielt er von Athene im Traum goldene Zügel, die er schließlich dem durstigen Pegasus am Brunnen Peirene in Korinth anlegen konnte. Der Held Bellerophon vollbrachte mit Pegasus viele große Taten und musste verschiedene Prüfungen und Kämpfe bestehen, u. a. erlegte er auf Pegasus reitend das feuerspeiende Ungeheuer, die Chimäre mit seinem Wurfspeer aus der Luft. Von seinem Erfolg berauscht verlor Bellerophon jedes Maß und versuchte mit Pegasus in den Himmel zu fliegen, worauf Pegasus von Zeus in ein Werkzeug göttlicher Strafe und Hybris verwandelt wurde und Bellerophon auf dem Flug zum Himmel abwarf. Pegasus setzte seinen Flug zum Olymp alleine fort, wo er bei Zeus Wächter und Träger über Donner und Blitz wurde und als Sternbild an den Himmel gestellt wurde.

Interpretation: Der Pegasus vereinigt die symbolischen Aspekte eines Pferdes wie seine Vitalität, Kraft, Triebstärke und positiven Körperlichkeit mit der Losgelöstheit von der Erdenschwere eines Vogels, dessen symbol. Bedeutung mit Freiheit und Streben nach Transzendenz und Aspekten des geistigen Bereichs verbunden werden.

Im Mittelalter, der Renaissance wie der Klassik wurde Pegasus als Mythos begeistert aufgenommen und in der Kunst in vielfältiger Weise dargestellt. Seine Faszination als Lieblingstier der Musen und Dichter, Symbol für Schnelligkeit, Beschwingtheit, die schöpferischen Fantasie des Menschen und für schöngeistige Aspekte ist bis in unsere Zeit erhalten geblieben.

Vom Mythologem Pegasus haben sich sowohl Philosophen, als auch zeitgenössige Schriftsteller inspirieren lassen (z. B.: Giordano, B.: „Die Kabbala des Pegasus“, Böll, H.: „Pegasus lächelte“, Douglas, K.: „Der Flug des Pegasus“; Ebel, E.: „Schwarzer Pegasus. Erotische Geschichten"). Als Sternbild ist Pegasus ein großes, aber weniger auffälliges Sternbild, was seinen Kulminationspunkt um den 1. September erreicht.

Das Symbol des Pegasus steht im therapeutischen Prozess oft in Verbindung mit dem Überwinden von regressiven, festhaltenden und wachstumshemmenden Aspekten und kann als eine Synthese vitaler, körperlicher wie geistiger, kreativer Energie verstanden werden, die einen Aufbruch hin zu größerer Bewusstheit, zur Erkenntnis und lebendiger Inspiration andeutet.

Literatur: Standard

Autor: Kuptz-Klimpel, Annette

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