OM

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Keyword: OM

Links: Einheit, Ganzheit, Gott, Mandala, Mantram, Selbst

Definition: OM auch AUM, Sanskrit ist die heiligste Silbe (Mantram) des Hinduismus und Buddhismus.

Information: Die Silber OM wird als der Urklang angesehen, aus dessen Schwingungen das gesamte Universum entstand. OM repräsentiert die schöpferische und spirituelle Kraft des Absoluten, die Einheit und Ganzheit von allem. In der klassischen Meditationsformel "Om mani padme hum" ("Om, o du Kleinod in der Lotosblüte") soll sich das allumfassende Mitgefühl für alle Wesen ausdrücken.

Interpretation: Eine tiefenpsychologische Deutung des von sogenannten Keimsilben eingeschlossenen Wortpaares „Juwel im Lotos“ lässt das Juwel als das Gewahrwerden des Selbst im Lotos des menschlichen Bewusstseins verstehen.

H. Hesse hat in seinem Roman "Siddhartha" eine dichterische Interpretation des OM gegeben:

"Siddhartha lauschte. [...] Schon konnte er die vielen Stimmen nicht mehr unterscheiden, nicht frohe von weinenden, nicht kindliche von männlichen, sie gehörten alle zusammen, Klage der Sehnsucht und Lachen des Wissenden, Schrei des Zorns und Stöhnen der Sterbenden, alles war eins, alles war ineinander verwoben und verknüpft, tausendfach verschlungen. Und alles zusammen, alle Stimmen, alle Ziele, alles Sehnen, alle Leiden, alle Lust, alles Gute und Böse, alles zusammen war die Welt. Alles zusammen war der Fluss des Geschehens, war die Musik des Lebens. Und wenn Siddhartha aufmerksam diesem Fluss, diesem tausendstimmigen Liede lauschte, wenn er nicht auf das Leid noch auf das Lachen hörte, wenn er seine Seele nicht an irgendeine Stimme band und mit seinem Ich in sie einging, sondern alle hörte, das Ganze, die Einheit vernahm, dann bestand das große Lied der tausend Stimmen aus einem einzigen Worte, das hieß Om: die Vollendung." (Hesse 1982, S. 103 f.)

Literatur: Standard

Autor: N. N.

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