L (Buchstabe)

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Keyword: L (Buchstabe)

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Definition: Der zwölfte Buchstabe des deutschen Alphabets stammt von den Phöniziern ab, bei denen er Lamed hieß, was traditionell mit Ochsenstachel übersetzt wird, bereits hier hatte er den Lautwert L.

Information: Das klassische Schriftzeichen des griechischen Lambdas besteht, allerdings nur im östlichen Teil des Sprachgebietes, in einer Dachform aus zwei verbundenen gleichlangen Schenkeln. Der Buchstabe, den die Etrusker und später auch die Römer von den Westgriechen übernahmen, hatte keinerlei Ähnlichkeit mit dem Lambda. Er entsprach unserem heutigen L in spiegelverkehrter Darstellung.

In der Physik steht l für die Länge, ebenso wird es bei der Maßeinheit Liter verwendet. L als römisches Zahlzeichen bedeutet 50 und auf lateinischen Inschriften kann es für Lex stehen oder den männlichen römischen Vornamen Lucius abkürzen. Bei Kleidergrößen kennen wir L als Large.

Interpretation: Das L spielt mit dem a in der Sprachentwicklung eine besondere Rolle als Lall-Laut lalala, den Babies stundenlang vor sich hin brabbeln können. Mit la la la kann beim Singen fehlender Text überbrückt werden. Lala bedeutet im Indogermanischen u.a. Zunge, Sprache und unbeholfen oder kindisch sprechen, auch schwätzen. La la la oder auch andere Kombinationen wie la li lu oder auch la le lu ist beliebte Lautkombination im Refrain von Liedern, z. B. "li la lu, nur der Mond schaut zu" im Lied vom "Mann im Mond". Diese leise vor sich hingesungene Lautkombination kann Babies, Kleinkinder und Menschen überhaupt in angespannter Situation beruhigen und in eine entspannte, regressive, manchmal wirklichkeitsferne Stimmung bringen, sie "einlullen".

Literatur: Standard

Autor: Müller, Anette

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