Katze

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Keyword: Katze

Links: Mond, Lunares Prinzip

Definition: Haus und Wildkatzen (Gattung Felis) aus der Familie der Kleinkatzen

Information: Keine

Interpretation: Die Katze steht für Eigenwilligkeit, Unberechenbarkeit, Triebhaftigkeit und Freiheit. Auf einem römischen Relief liegt „zu “ Füßen der Göttin der Freiheit eine Katze. Ihr lautloses sich Anschleichen und der plötzliche Sprung verleihen der Katze etwas Unheimliches. In vielen Sagen treten Hexen, Zauberer Dämonen in Gestalt einer Katze auf. Insofern sich die Augen der Katze je nach Lichteinfall ändern, symbolisiert die Katze die sich verändernde Kraft der Sonne, des Mondes und der Herrlichkeit der Nacht. Die Feindschaft der Katze gegenüber der Schlange macht sie zum heiligen Tier im alten Ägypten. Im Totenbuch wird berichtet, wie die " große Katze" der Apophis-Schlange, die mit ihrem Leib den heiligen Perseabaum bedroht, den Kopf abschneidet. Im Neuen Reich gilt die Katze als Inkarnationsform des Sonnengottes, sie wird dem Sonnenauge gleich gesetzt. (Auf dem Kopf und Bauch von Katzenfiguren findet sich ein Skarabäus als Symbol der aufgehenden Sonne.)

Als lunares Wesen ist die Katze der Mondgöttin Bastet heilig. Als Mutter des Löwengottes Myesis (dem Herrn der Gemetzels) hat Bastet ihre ursprüngliche Wildheit abgelegt und überlässt ihre zerstörerische Seelenhälfte der Löwengöttin Sachmet. Die katzenköpfige Bastet verkörpert die das Wachstun fördernden Kräfte des Mondes, der die Frucht im Leib der Mutter gedeihen lässt. Umgekehrt gehört die schwarze Katze zum dunklen Aspekt des Wüstengottes Seth und bedeutet Unheil und Tod. In unsern Tagen ist die schwarze Katze als Begleiterin des Schornsteinfegers zur Glücksattrappe verkommen, nicht anders, wie wenn man spaßhaft aufs Holz klopft und dreimal schwarzer Kater ruft. Als Begleittier der großen Göttin Frigga, die die Seelen der Liebenden nach dem Tod in ihr Schloss einsammelt, zieht die Katze Friggas Wagen. Im Volksglauben repräsentiert die Katze den Satan, seine List und Lüsternheit. Als dämonisches Wesen verkünden die Katzen Zukunft und Schicksal. Ihre magischen Kräfte kommen denjenigen zugute, die sie freundlich behandeln und umgekehrt. Wer eine Katze ersäuft, ersäuft sein Glück. Ein Mann, der eine Katze schlecht behandelt, bekommt eine böse Frau. Mädchen die Katzen gern haben und gut pflegen, führen später eine glückliche Ehe. Läuft eine Katze dem Brautpaar bis in die Kirche nach, so wird die Ehe glücklich. Als solares und lunares Wesen repräsentiert die Katze den Animusaspekt der Frau, wie die Animaseite des Mannes.

Literatur: Standard

Autor: Zielen, Viktor

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