Jahreszeiten

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Keyword: Jahreszeiten

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Definition: Einteilung die durch den Stand der Sonne zum Äquator, die herrschenden Temperaturen, sowie die Menge des niedergeschlagenen Wassers an dem jeweiligen geographischen Raum vorgenommen wird.

Information: Die Einteilung in 4 Jahreszeiten hat sich erst im Lauf der Zeit herausgebildet. In der frühen Antike kannte man Einteilungen in 2, z. T. 3, in anderen Regionen bis zu 6 Perioden. Sie unterteilen den zeitlichen Jahreslauf und stehen dabei in einem engen Zusammenhang zum Naturkreislauf, der sich in ihnen widerspiegelt und ebenso zum Tierkreis.

Interpretation: Entsprechend werden sie auch in der Kunst im Zusammenhang mit entsprechenden Naturphänomenen symbolisiert. Zum Frühling gehört das Säen, die Blume, der Blumenkranz, das junge Grün, das Lamm, die Kinder; zum Sommer das Korn, die Garbe, die Sichel, die Fülle, das volle Gelb; zum Herbst die Ernte, die Frucht, die Weinrebe, das Füllhorn, das Pflügen, das fallende Laub, das Braun; zum Winter der kahle Baum, der Salamander, die Wildente, der Stillstand der Natur, geschlachtete Tiere, der Greis, der Gegensatz von schwarz und weiß. Sie haben auch einen engen Bezug zum Lebenslauf im Sinn der Abfolge von Geburt, Entwicklung, Reife und Alter bzw. Todesnähe. Mit dieser Abfolge ist auch der ewige kreislaufartige Neubeginn der Natur beschrieben als ein Prozess der ewigen Wiederkehr. Mit der Vierheit im Kreis haben wir es auch mit einem mandala ähnlichen archetypischen Bild zu tun, das sich in vielen Zusammenhängen findet und den Kosmos umschreibt: "Oft ist die Gegensätzlichkeit auch als ein quaternio (Vierheit) angeordnet, d. h. als zwei sich durchkreuzende Gegensätze, wie z. B. die vier Elemente oder die vier Eigenschaften (feucht, trocken usw. ) oder die vier Himmelsrichtungen und Jahreszeiten, woraus sich das Kreuz als Zeichen der vier Elemente und damit als Symbol der unter dem Monde liegenden physischen Schöpfung ergibt." (Jung, Mysterium Conjunctionis) (Vorwort)

Den Jahreszeiten sind bei den Griechen und Römern auch Götter zugeordnet:

der Frühling zu Zeus-Jupiter, Hermes - Mercurius, Aphrodite - Venus, Flora,

der Sommer zu Apollon, Helios, Demeter - Ceres,

der Herbst zu Dyonisos - Baccus,

der Winter zu Hephaistos, Hades, Persephone, Vulcanos, Boreas oder Äolus.

Jahreszeiten im symbolischen Zusammenhang sind unmittelbar und offensichtlich als Ausdruck für Seelenzustände verstehbar.

Autor: Knoll, Dieter

Literatur: Standard

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