Honig

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Keyword: Honig

Links: Biene, Bios-Prinzip, Süße

Definition: Flüssig bis feste süße Masse, die von Bienen aus Blüten- u. anderen süßen Pflanzensäften od. Sekreten bestimmter Insekten (Honigtau) gewonnen, verarbeitet u. als Energieträger in Waben gespeichert wird.

Information: Von Bienen gesammelter und mit Fermenten von ihnen versetzter Blütennektar, symbolisiert Glückseligkeit, Lebenskraft, Wandlung, Unsterblichkeit. Seit der Steinzeit begehrte Kostbarkeit zum Süßen und zur Herstellung von Rauschmitteln, diente Honig als Götterspeise, die den höchsten Gottheiten geopfert wurde. Auch wurde er bei Initiationen und Opferriten für die Verstorbenen benutzt. Sein Nährwert und seine antiseptischen Eigenschaften ließen ihn in der Medizin als Stärkung und zur Wundheilung Verwendung finden.

Joseph Beuys zeigte in seinem künstlerischen Modell "Honigpumpe am Arbeitsplatz" (documenta 6, 1977) die Wandlungsenergie des Honigs: der zirkulierende Honig veranschaulicht den Fluss positiver Denkenergien in der Gesellschaft, der soziale Wandlungsprozesse auslöst oder verstärkt.

Interpretation: In seiner Herkunft gleichermaßen aus Pflanzen und Tierreich, die in ihm in inniger Synthese verbunden sind, symbolisiert er Wandlung durch Verwandeltes. Den Durchdringungs- und Wandlungsprozess des Honigs beschreibt Jung so: "Im Honig, der "Süße der Erden", erkennen wir leicht den "spiritus corporalis", den Lebensbalsam, der alles Lebendige, Grünende und Wachsende durchdringt. Darin drücken sich psychologisch Daseinsfreude und Lebenstrieb, die alles Hemmende und Dunkle ausscheiden und überwinden, aus. Wo frühlingshafte Freude und Erwartung herrschen, kann der Geist wohl Natur und Natur den Geist umarmen." (Jung, GW 14/II, § 358)

Literatur: Standard

Autor: Wolter, Hanna

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