Embryo

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Keyword: Embryo

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Definition: Der Begriff Embryo kommt aus dem Griechischen (griechisch: embryon: quellen, keimen) und wird für das ungeborene Kind von der Eiansiedlung bis Ende des 2. Schwangerschaftsmonats verwendet. In dieser Phase werden alle Organe angelegt, danach geht es nur noch um die Ausdifferenzierung. Die Worte "quellen, keimen" weisen auf die zentrale Qualität des Symbols: Entwicklung, Entfaltung, Wachstum, Anfang, Beginn.

Information: Die Diskussion um die moderne Embryonenforschung ist affektiv hoch aufgeladen, geht es dabei doch um den Ursprung des Lebens.

Interpretation: Als Bild erscheint der Embryo oft als Punkt, entspricht von der symbolischen Qualität her dem Ei und weist auf das Zentrum, von dem aus das Leben, die Schöpfung beginnt. Damit kann der Embryo für das Anfangsstadium jeder Entwicklung stehen: Er enthält alle Möglichkeiten, das gesamte Potenzial, wenn auch noch ganz unausgeformt. Zu Wachstum und Entfaltung braucht es Nahrung und Schutz von Außen.

Von der Qualität her verfügt er damit im Grunde über "Alles und Nichts", ist das Größte und das Kleinste, das Stärkste und Schwächste gleichzeitig. Einerseits trägt er das gesamte Potenzial in sich, andererseits ist er völlig abhängig von der "Bemutterung", vom Außen, kann selber nichts tun.

Damit ist er auch ein Urbild des Selbst und der archetypischen Möglichkeiten, die im Menschen angelegt sind, aber zur Entwicklung den Anstoß von Außen, eine positive Umwelt und Zuwendung brauchen. E. Neumann spricht in diesem Zusammenhang von der Doppelfüssigkeit des Archetyps, der erst vom Außen, der Umwelt aktiviert werden muss.

Das Symbol des Embryo taucht in Bildern, Phantasien, Träumen oft auf, wenn es um die Entwicklung von Neuem geht.

Vom finalen Aspekt her ist die zentrale Frage nach dem Sinn und Inhalt dessen, was sich entwickeln möchte, und was das Ich dazu beitragen muss. Es kann eine Eigenschaft, eine Begabung, eine Einstellung, Haltung, usw. sein. Im Einzelnen kann dies nur der Traum in Beziehung zu der äußeren und inneren Lebenssituation des Träumers enthüllen.

Literatur: Standard

Autor: Steigenberger, Maretta

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