E (Buchstabe)

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Keyword: E (Buchstabe)

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Definition: Das E, der fünfte Buchstabe des deutschen und anderer vom lateinischen abgeleiteten Alphabete, ist das grafische Zeichen für einen ungerundeten, mittelhohen, mit der vorderen Zunge artikulierten, lang gezogenen oder auch kurz gesprochenen Vokal, zugleich der häufigste Buchstabe in Texten der deutschen Sprache.

Information: Der Vokal E ist von seinem Charakter her weniger prägnant, eher unbestimmt, als die anderen Selbstlaute. Deshalb tritt er in vielen verschiedenen Kombinationen sehr unterschiedlich gesprochen auf. Das E ist der am häufigsten verwendete Buchstabe in der deutschen Sprache. Das griechische Alphabet, das als erstes die Vokale aufnahm, unterscheidet das Eta, langes E, siebter Buchstabe, und das kurze E des Epsiolon, das an der fünften Stelle des Alphabets steht. Das Eta ist vermutlich aus dem phönizischen He entstanden, gesprochen wie das deutsche H. Als E ist es ins griechische Alphabet vermutlich aufgenommen worden, weil dort für das H kein Zeichen gebraucht wurde. Epsilon bedeutet "kahles E”, womit ausgedrückt ist, dass der Buchstabe kurz gesprochen wird. Im Deutschen gibt es das Dehnungs-E hinter dem Buchstaben I und die Umlaute Ä, Ö und Ü können als AE, OE und UE dargestellt werden.

Der dritte Ton der C-Dur-Tonleiter ist das e, außerdem gibt es e-Moll und E-Dur als Tonarten. Im Internet steht das E in E-Commerce und in E-Mail für elctronic (elektronisch), wird aber englisch, d. h. als i gesprochen. Ebenfalls aus dem Englischen ist das E als Bezeichnung für die Himmelsrichtung Osten (East), E für Europa, z. B. bei der Bezeichnung für die Europastraßen, ein Designer-E ist Währungszeichen für die europäische Währung Euro, Spanien führt das E als Nationalitätenkennzeichen, in Deutschland werden Autos aus Essen mit dem E versehen. In Deutschland bezeichnet E2 zudem ein Mobilfunknetz, E 605 ist ein tödliches Gift. In der Mathematik ist e das Zeichen für eine transzendente Zahl, ähnlich vielseitig wie die Zahl pi, und in der Astronomie wird der fünfte Ring des Uranus Epsilon genannt. In der jugendlichen Drogenszene ist E: XTC eine Chiffre für die Designerdroge Ecstasy (d.h. Ekstase).

Die Bedeutung des Eta aus He bleibt unklar, wird manchmal auf den Ruf "He" zurückgeführt. He wird in einer ägyptischen Hieroglyphe dargestellt, die das Strichbild eines Menschen zeigt, der etwas ruft. Die Form des Epsilon und des daraus entstandenen E wird in der pythagoreischen Spekulation aufgrund seiner Stellung als fünfter Zahl und aufgrund der Ähnlichkeit mit der Form der Waage (wenn es gedreht wird), als Symbol für Ausgeglichenheit verstanden.

Ein mysteriöses linksläufiges E am Apollo-Tempel in Delphi - da auch das Griechische anfänglich von rechts nach links geschrieben wurde, wird vermutet, es sei der Buchstabe Epsilon - ist möglicherweise kein Buchstabe, sondern ein anderes Zeichen. Es ist u. a. deshalb bekannt geworden, weil Plutarch erfolglos versuchte, es zu interpretieren. Das für den Laien ähnlich mysteriöse E in der Formel der Speziellen Relativitätstheorie von A. Einstein bedeutet Energie (E = mc²) und steht u. a. für die Behauptung der Einheit von Raum und Zeit.

Interpretation: Die Tonart E-Dur wird häufig als hell und strahlend klingend beschrieben, z. B. kann das nachempfunden werden in der Arie der Leonore in Fidelio (Beethoven), manchmal auch als überirdisch. E-Moll, etwa im Eingangschor der Matthäuspassion von Bach, hingegen lässt Leid und Trauer ahnen.

Literatur: Standard

Autor: Müller, Anette

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