D (Buchstabe)

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Keyword: D – Buchstabe

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Definition: Der vierte Buchstabe des deutschen Alphabets entspricht dem Delta des griechischen und dem daleth des phönizischen Alphabets. Entstanden ist der Buchstabe aus einer Hieroglyphe, die eine geöffnete Hand darstellt.

Information: Die Phönizier nannten das Zeichen daleth, d. h. Türe, vermutlich in Anlehnung an den geöffneten Zelteingang. Im Griechischen stand das Delta für den der griechischen Sprache eigenen th-Laut, ähnlich dem englischen th. Das deutsche stimmhafte, mit der Zunge am Gaumen gebildete d wird im Griechischen anders ausgedrückt. Wie die anderen gerundeten Buchstaben, z.B. B und C ist auch das D zunächst eckig geschrieben worden.

Die Astronomie kennt über dem Nordpol im Sternbild Kepheus den Delta-Stern, Prototyp für einen periodisch veränderlichen Stern. Deltawellen im EEG treten während des Tiefschlafs oder der Bewusstlosigkeit auf.

D-day (day-day, in Anlehnung an Thanksgiving Day, Independance Day) ist im Englischen die Bezeichnung für den Beginn einer militärischen Operation. Übersetzt ist es der Tag X, also der Tag, an dem etwas Entscheidendes geplant ist. Speziell steht der D-day für den 06. Juni 1944, den Tag der Landung der alliierten Streitkräfte in der Normandie, also für den Tag der Wende im 2. Weltkrieg und damit für eine entscheidende Wende in der Weltpolitik und im Schicksal Deutschlands und Europas.

Unter den lateinischen Ziffern steht D für die 500, als d steht es für dezi, d. h. ein Zehntel einer größeren Einheit, z. B. von Litern oder Metern. In der Mathematik steht es außerdem für den Kreisdurchmesser und für Differential (Differentialrechnung), in der Chemie für das Element Deuterium, schweres Wasser und in der Medizin bedeutet das kleine d auf einem Rezept geschrieben: man gebe. In der Musik bezeichnet es den zweiten Ton der C-Dur-Tonleiter, ist Tonartbezeichnung (d-Moll, D-Dur) und Kennzeichen für die Dominante. D1 und D2 sind Mobilfunknetze, D-Züge (Durchgangszüge) hießen früher die überregionalen Schnellzüge der Bundesbahn und D an Türen und auf Hinweisschildern heißt Damen, als Nationalitätenkennzeichen steht es für Deutschland, innerhalb Deutschlands für Düsseldorf.

Interpretation: Das bei Delta verwendete Dreieck ist in der griechischen Antike Symbol für das weibliche Geschlechtsteil und das Schamdreieck gewesen und u.a. mit Demeter und den Eleusinischen Mysterien in Verbindung gebracht worden. Vermutlich ist es aufgrund dieser bildhaften Verbindung u.a. als Symbol der Schöpfung angesehen worden.

Als Delta wird – in Anlehnung an die dreieckige Form des Buchstaben Delta – auch die Stelle bezeichnet, an der sich ein Fluss in einen See oder in das Meer ergießt. Der Begriff ist von Herodot zur Beschreibung des fruchtbaren Nildeltas verwendet worden. Als vierter Buchstabe des Alphabets kann das Delta für Quaternitäten und die Zahl Vier, also z. B. für die vier Elemente stehen. Zudem bezeichnet es den vierten Winkel, der entsteht, wenn aus dem Dreieck das Viereck gebildet wird. Das Delta verbindet also durch Form und Zahlenwert die Drei und die Vier.

Die D-Dur-Tonart wird oft als die festlichste Tonart erlebt, als kraftvoll, kämpferisch. D-Moll gilt als ernst, dem Jenseits verhaftet.

Literatur: Standard

Autor: Müller, Anette

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