Brille

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Keyword: Brille

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Definition: Der Name Brille leitet sich von (mhd. berillus) dem Mineral Beryll ab, aus dem man um 1300 vergrößernde Augengläser schliff.

Information: Die Brille besteht aus einem Traggestell mit Bügeln, die hinter den Ohren befestigt werden und das in seiner Fassung die Brillengläser zur Verbesserung des Sehvermögens oder zum Schutz der Augen (Schutzbrille, Schutzbrille) trägt.

Interpretation: Die Kobra wird wegen der brillennähnlichen Zeichnung auf ihrer Haut auch Brillenschlange genannt, diese Bezeichnung wurde wiederum auf brillentragende Personen übertragen.

Wer etwas durch eine gefärbte oder seine eigene Brille betrachtet, der ist voreingenommen und beurteilt das Betreffende allzu subjektiv. Ist die Brillenglasfärbung rosarot, dann beurteilt man allzu positiv, optimistisch und zuversichtlich, sieht jemand "schwarz", so ist die Sichtweise zu negativ, pessimistisch und zuwenig zuversichtlich.

Hinter einer Sonnenbrille kann man sich und seine Ansichten, bzw. Stimmungen gut verbergen. Sie wird in dieser Hinsicht auch als Statussymbol und Machtmittel eingesetzt, um den anderen Menschen zu verunsichern und einen unsymmetrischen Beziehungsstatus zu demonstrieren: "Ich kann Dich genau beobachten, Du mich aber nicht".

Insgesamt steht die Brille in ihrem Symbolgehalt in einem engen Zusammenhang mit der Symbolik des Auges und verbessert seine Fähigkeiten in Richtung Klarsicht, Einsicht, Durchblick, Weitsicht und Überblick, dies natürlich nur dann, wenn sie nicht verschmutzt oder verfärbt ist oder nicht richtig sitzt. Intellektuelle und theoretisch orientierte Menschen werden gerne mit Brille karikiert, was darauf hinweisen soll, dass sie viel gelesen haben, vielleicht aber dadurch auch kurzsichtig geworden sind und mit den praktischen Dingen des Lebens nicht so gut zurecht kommen.

Das Tragen einer Brille kann aber auch auf eine von anderen Menschen (Eltern, Lehrer, Autoritätspersonen, Leitfiguren) übernommene oder zu einseitige Sichtweise hinweisen, bei der es sich dann als notwendig erweisen könnte, die Brille seiner voreingenommene Einstellungen und Haltungen zu überprüfen, sie abzulegen und mit "eigenen Augen" sehen zu lernen.

Literatur: Standard

Autor: Müller, Lutz

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