Beschneidung

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Keyword: Beschneidung

Links: Abschneiden, Inititation, Opfer, Sexualität

Definition: Im medizinischen Zusammenhang ist die Beschneidung das operative Entfernen der Vorhaut des Penis, die bei Vorhautverengung vorgenommen wird. Die Beschneidung als Initiationsritus ist ein Brauch vieler Naturvölker, bei dem den Jungen in einem bestimmten Alter die Vorhaut des Gliedes ab- oder eingeschnitten wird.

Information: Im Judentum und Islam erfolgt die Beschneidung wenige Tage nach der Geburt als Zeichen des Eintritts in die Religionsgemeinschaft. Die Beschneidung als testamentliches Zeichen für den mit Gott geschlossenen Bund wird im Neuen Testament durch die Taufe abgelöst. Bei der Beschneidung spielten hygienische und medizinische Gründe zunächst keine Rolle. Bei einigen vorwiegend islamischen Völkern Afrikas wird auch bei Mädchen eine Beschneidung durch Entfernen der Klitoris oder der kleinen Schamlippen vollzogen bzw. durch Verschließen des größten Teils der Scheide. Obwohl viele Mädchen bei diesem Eingriff verbluten und auch die meisten Todesfälle bei Geburten auf diese Verstümmelung zurückzuführen sind, halten viele afrikanische Völker an dieser Tradition fest.

Interpretation: Die Beschneidung wird von der Gesellschaft verlangt, da sie Ansehen, Ehre, Reinheit und Anstand eines Mädchens sicherstellt.

Literatur: Standard

Autor: N. N.

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