B (Buchstabe)

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Keyword: B – Buchstabe

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Definition: B, zweiter Buchstabe, erster Konsonant des Alphabets.

Information: Der phönizische Buchstabe B lässt sich graphisch zurückverfolgen bis zur Hieroglyphe für Kranich. Die Phönizier haben ihm den Namen Haus gegeben. Vermutet wird, dass die phönizischen Zeichen ihre Namen nach dem ihnen jeweils wichtigsten Objekt bekommen haben, das mit dem jeweiligen Buchstaben beginnt; vgl. Bethlehem (hebr. Haus des Brotes). Im Kyrillischen ist das Zeichen für B aus dem altslawischen Zeichen für Buche gebildet, die germanische Rune für B hieß Berkanan, d. h. Birkenreis.

B wird in Reihungen und Gliederungen mit der 2 gleichgesetzt. In Aufsätzen werden nach der Einleitung A die Hauptgedanken im Hauptteil B dargestellt.

Das Laufwerk B bezeichnet das zweite Laufwerk des Computers, b ist außerdem die Abkürzung für Bit, die kleinste Speichereinheit im Computerspeicher und stellt entweder den Wert eins – wahr, Spannung – oder den Wert null - falsch, keine Spannung – dar. B ist die Abkürzung von Bytes, d. h. Gruppen von acht Bits, mit denen alle Buchstaben des Alphabets und die Grundzahlen dargestellt werden können.

In der Musik bezeichnet b das erniedrigte h, wird überhaupt in den B-Tonarten als Zeichen für Erniedrigung von Noten verwendet und bezeichnet als Abkürzung B auch die Tonlagenbezeichnung Bass. In der Chemie ist B das Element Bor, das in seiner kristallinen Ausformung dem Diamanten optisch ähnelt und auch fast so hart ist wie dieser. Bei den Straßenbezeichnungen steht B für Bundesstraßen, die nach den Autobahnen bestausgebauten überregionalen Straßen Deutschlands und als Nationalitätenkennzeichen repräsentiert es Belgien. Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen – Business to Business – werden als B2B abgekürzt.

Interpretation: Wer A sagt, also anfängt, muss auch B sagen, also weiterschreiten, weitermachen, sich auf eine Sache einlassen. Der Buchstabe B wird in mystischen Traditionen als der Buchstabe angesehen, durch den die Schöpfung entstanden ist. Bibel und Koran beginnen mit dem Buchstaben B. Möglicherweise wurzelt diese Vorstellung in der Aussprache des B: die Luft wird kurz zurückgehalten, dann kommt der Ton aus der Stille des sich öffnenden Mundes hervor. Baba ist eine frühe Lallsilbe, daraus abgeleitet sind vermutlich u. a. babbeln, Baby, Base, Barbar.

B wird gelegentlich als mütterlicher wie erotischer Buchstabe wahrgenommen, weil er den weiblichen Formen ähnelt.

B-Dur ist eine Tonart, die häufig in Nationalhymnen vorkommt, vielleicht, weil Blechblasinstrumente oft den Grundton B haben und B-Dur für sie gut spielbar ist. B-Moll ist eine erst ab der Romantik häufiger verwendete Tonart, z. B. ist Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 in b-Moll geschrieben, auch viele Chopin-Stücke.

Literatur: Standard, Haarmann (1991)

Autor: Müller, Anette

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