Büchse

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Keyword: Büchse

Links: Bauch, Bios-Prinzip, Gefäß, Tasche

Definition: Büchse kommt von pyxis (griechisch), eine Dose aus Buchsbaumholz. Sie ist ein verschließbarer Behälter in zylindrischer Form. Oder sie steht für ein Gewehr, mit einer büchsenähnlichen zylindrischen Laufkonstruktion.

Information: Mit dem Öffnen der Büchse der Pandora brach nach der griechischen Mythologie alles Schlechte über die Welt herein. Diese Büchse war eine Gabe von Zeus an Pandora, eine von Hephaistos auf Weisung von Zeus erschaffene Frau. Zeus wies Pandora an, die Büchse den Menschen zu schenken und ihnen mitzuteilen, dass sie sie unter keinen Umständen öffnen dürften. Aus Neugier ließen die Menschen die Büchse trotzdem öffnen. Daraufhin entwichen ihr alle Laster und Untugenden. Von diesem Zeitpunkt an eroberte das „Schlechte“ die Welt. Zuvor hatte die Menschheit keine Übel, Mühen oder Krankheiten gekannt. Außerdem war die Menschen - wie die Götter - unsterblich. Als einzig Positives enthielt die Büchse auch die Hoffnung. Bevor sie jedoch auch aus der Büchse entweichen konnte, wurde sie wieder geschlossen. Die Welt wurde ein trostloser Ort, bis Pandora die Büchse erneut öffnete und die Hoffnung in die Welt ließ. Allerdings ist das Wort Büchse wohl ein Übersetzungsfehler. Im griechischen Text ist noch von píthos – griechisch für großer, irdener Vorratskrug die Rede. Heute ist das „Öffnen der Büchse der Pandora“ der Inbegriff für das Stiften von Unheil.

Interpretation: Büchsen gelten, wie auch andere Behälter, Taschen, Dosen, Töpfe, Gefäße usw. wegen ihres enthaltenden, bergenden, bewahrenden, tragenden, schützenden Charakters in der Tiefenpsychologie oft als Weiblichkeitssymbole. Sie stehen auch in assoziativer Nähe zum Verborgenen, Geheimnisvollen und Unbewussten.

Literatur: Standard

Autor: Schneider, Marita

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