After

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Keyword: After

Links: Anal, Anale Symbolik, Furz, Hinten, Kot, Teufel, Trickster, Unten

Definition: Der After (lat. anus, nhd achter "hinter, nachfolgend"; eigentlich Hinterer, davon auch Hintern) ist die Öffnung bzw. Ausgang des Darmkanals, beim Menschen durch zwei Schließmuskeln verschlossen, von denen nur der äußere dem Willen unterworfen ist.

Information: Von Erikson wird der Hintern als dunkler Kontinent des Individuums bezeichnet, "eine Körperzone, die von anderen magisch beherrscht und erfolgreich zum Gehorsam gezwungen werden kann". (Erikson 1968 S. 248). Nach Erikson ist die Entwicklung von Scham mit der analen Phase verbunden, das wesentliche dieser Phase sieht Erikson deshalb in der Polarität "Autonomie gegen Scham und Zweifel".

Interpretation: Das Hinterteil des Menschen ist eine starke schambesetzte Tabuzone und wird oft in derbem, aggressivem Kontext verwendet: "Du Arschloch", "So ein Arschgesicht", "Arschkriecher, "Du Arschficker". Seit dem 16. Jh. war die Redensart "Leck mich am/im Arsch" bekannt, unsterblich gemacht hat Goethe sie in seinem Götz von Berlichingen.

Die Lust und Unbekümmertheit im Umgang mit dem A. und dem Hintern wurde im Mittelalter insbesondere den Narren zugeschrieben, sowohl als sinnlich, triebhafter Ausdruck, als auch als Protest oder Beleidigung der Obrigkeit. Das Zeigen des Hintern ist ein Ausdruck der Abgrenzung, des Protestes und besitzt Aspekte der Anarchie – die "gute Kinderstube" und die Tabuisierung des "unteren" Triebhaft/ Körperlichen werden in Frage gestellt.

Weitere Symbolgestalten, bei denen das Anale besonders betont sind, sind der Teufel und der Trickster.

Autor: Kuptz-Klimpel, Annette

Literatur: Standard

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